Das Scannen von Sicherheitslücken in Containern ermöglicht Ihnen, sich aus der Vogelperspektive einen Überblick über alle potenziellen Sicherheitslücken Ihrer Container zu verschaffen. Der Prozess kann für einzelne Container-Images automatisiert werden, um bei der Prüfung erkannte Sicherheitsprobleme vor der Bereitstellung zu identifizieren und zu beheben.
Die Containerisierung von Anwendungen ermöglichte es Entwicklern, plattformunabhängige und portable Apps einzurichten, die in verschiedensten Umgebungen reibungslos ausgeführt werden können, ohne dass sie sich um die Systemkompatibilität sorgen müssen. Wie bei anderen Ansätzen der App-Entwicklung können sich Angreifer jedoch Sicherheitslücken zunutze machen, um auf vertrauliche Informationen zuzugreifen oder diese zu beschädigen.
- So funktioniert das Scannen von Sicherheitslücken in Containern
- 3 Schritte zum Scannen von Sicherheitslücken in Containern
- 4 häufige Sicherheitslücken, die beim Scannen von Containern erkannt werden
- Einen Docker-Container auf Sicherheitslücken scannen
- 3 beste Tools zum Scannen von Sicherheitslücken in Containern
- Fazit: Scannen von Sicherheitslücken in Containern
So funktioniert das Scannen von Sicherheitslücken in Containern
Das Scannen von Sicherheitslücken in Containern kann manuell oder automatisch mithilfe von Scan-Tools durchgeführt werden, die mit der Software für Container-Images kompatibel sind. Im Allgemeinen sollten Sicherheits- und Schwachstellenscans regelmäßig und in verschiedenen Phasen der Anwendungsentwicklung durchgeführt werden; außerdem sollten alle Updates vor der Bereitstellung geprüft werden.
Der Prozess zum Scannen von Sicherheitslücken besteht darin, die Komponenten eines Images wiederholt zu analysieren und nach Redundanzen oder Sicherheitslücken sowie Möglichkeiten für Fehlverhalten von Benutzern zu suchen.
Einige Scan-Tools können die Sicherheitslücken bis zum übergeordneten Image zurückverfolgen und analysieren, wie dieses mit den neuen Inhalten interagiert. Da die Containertechnologie jedoch noch relativ neu ist, gestaltet es sich schwierig, während eines Scans zu bestimmen, was eine Sicherheitslücke darstellt. Durch regelmäßige Scans mit der neuesten Version Ihrer Scan-Software können Sie auch nach einiger Zeit die neuesten Sicherheitslücken erkennen.
3 Schritte zum Scannen von Sicherheitslücken in Containern
Bei der Verwaltung der Sicherheit und bestehender Sicherheitslücken in Containern gibt es mehrere Möglichkeiten, einen Scan von Grund auf durchzuführen.
1. Den Anwendungscode absichern
Die Anwendungsentwicklung und der Code gehören zu den wenigen Komponenten eines Container-Images, über die der Entwickler vollständige Kontrolle hat. Obwohl es sich um den ersten Schritt handelt, erfordert das Scannen und Verfolgen des Betriebs des Container-Codes und all seiner zugehörigen Abhängigkeiten erheblich Zeit und Aufwand, insbesondere bei einer manuellen Durchführung.
Konzentrieren Sie sich darauf, Fehler im Code bereits in einer frühen Entwicklungsphase zu erkennen, und zwar vor der Containerisierung, Integration und Bereitstellung. Der erste Scan kann durchgeführt werden, bevor oder nachdem der Code in einen Container überführt wurde.
2. Das Container-Image scannen
Das Erstellen von Images wurde durch die unzähligen vertrauenswürdigen Images verifizierter Herausgeber erleichtert, insbesondere auf dem Docker Hub, der Millionen von Nutzern hat.
Beginnen Sie mit dem Scannen der Container-Images, prüfen Sie auf digitale Signaturen, die auf schwankende Qualität hindeuten können, und reduzieren Sie Anzahl und Konzentration der Sicherheitslücken, bevor Sie abhängig von der Größe Ihres Images zum nächsten Schritt übergehen.
3. Die Verbindungsschichten scannen
Die mittleren Schichten eines Containers, die das Basis-Container-Image mit dem Anwendungscode verbinden, enthalten in der Regel viele der Sicherheitslücken innerhalb eines Containers, da sie den Großteil der Schichten ausmachen. Wenn Sie Ihre Images anpassen und die Anzahl der mittleren Schichten reduzieren, vereinfacht dies den manuellen wie auch den automatischen Scan.
4 häufige Sicherheitslücken, die beim Scannen von Containern erkannt werden
Mit der Weiterentwicklung der Containertechnologie können auch Anzahl und Arten der Sicherheitslücken zunehmen, die Sie wahrscheinlich vorfinden werden.
Bei einem Scan auf Sicherheitslücken in Container-Images werden Sie wahrscheinlich einige Arten von Sicherheitslücken erkennen, darunter:
1. Image-basierte Sicherheitslücken
Container-Images sind statische Dateien mit ausführbarem Code, die unveränderlich sein sollen. Sie bilden die Bausteine von Containern und Computersystemen und gewährleisten jedes Mal eine zuverlässige Bereitstellung.
Die Unveränderlichkeit von Container-Images kann durch veralteten Code und veraltete Builds zu Sicherheitslücken führen. Schwachstellen in Container-Images können ausgenutzt werden, um auf den Container zuzugreifen und Cryptojacking- oder Rechteausweitungsangriffe zu starten.
2. Cryptojacking
Cryptojacking ist eine Form der Cyberkriminalität, bei der Container gezwungen werden, schädliche Skripte zum Schürfen von Kryptowährungen auszuführen. Diese Sicherheitslücke ermöglicht es Hackern, aus der Ferne auf die CPU- und GPU-Ressourcen Ihrer Infrastruktur zuzugreifen und Root-Zugriff auf den Rechner zu erlangen.
Damit ist die Ausnutzung von Ressourcen nicht beendet, denn dieselbe Schwachstelle kann dazu verwendet werden, sich böswillig Zugriff auf vertrauliche Zugangsdaten zu verschaffen, die im Container verwendet und gespeichert werden. Dies kann von groß angelegten und äußerst zielgenauen Phishing-Kampagnen bis hin zu direkten Denial-of-Service-Angriffen (DoS) reichen.
3. Rechteausweitungen
Rechteausweitungen sind Sicherheitslücken, die es einem Hacker ermöglichen, nach dem Zugriff auf das ursprüngliche Container-Image auf benachbarte Container und Hostsysteme zuzugreifen. Zur Ausweitung von Zugriffsrechten können mehrere Sicherheitslücken ausgenutzt werden – von Fehlern im Linux-Kernel bis hin zu kurzen Laufzeiten in Containern.
Oft lässt sich diese Art von Angriff verhindern, indem sichergestellt wird, dass im Container weder veraltete Kernel noch veraltete Systemkonfigurationen verwendet werden.
4. Sicherheitslücken in Anwendungen
Sicherheitslücken in Containern können in den Anwendungen zu finden sein, die sie aufnehmen sollen. Wenn in den frühen Phasen der Anwendungsentwicklung Fehler gemacht oder veraltete Sicherheitstechniken eingesetzt wurden, können Angreifer diese ausnutzen.
Sicherheitslücken in Anwendungen können von unzureichend geschützten Dateneingabepunkten, die SQL-Injection-Angriffe ermöglichen, bis hin zum Fehlen einer Pufferzone zwischen Containern reichen, falls ein Hacker versucht, beliebigen Code auszuführen.
Einen Docker-Container auf Sicherheitslücken scannen
Da Docker weiterhin das meistgenutzte und beliebteste Tool für containerisierte Anwendungen ist, bieten sowohl Open-Source- als auch proprietäre Sicherheitstools möglichst umfassende und genaue Scan-Ergebnisse. Durch das Scannen eines Docker-Containers auf Sicherheitslücken können Sie das gesamte Container-Image auf Probleme und Sicherheitslücken überprüfen.
Es gibt verschiedene Arten von Tools und Techniken zum Scannen von Sicherheitslücken in Containern, darunter:
Benutzerdefinierte Richtlinien zum Scannen auf Sicherheitslücken
Benutzerdefinierte Richtlinien in Containern sind Richtlinien zur Zugriffs- und Rechtekontrolle, die die Möglichkeiten von Benutzern koordinieren und verwalten, Daten in einen einzelnen Container innerhalb eines Pools von Containern einzugeben.
Das Scannen auf Sicherheitslücken anhand benutzerdefinierter Richtlinien ermöglicht es Ihnen, Ihre Sicherheitsrichtlinien auf Grundlage von Aktivitäten anzupassen und so die Risiken von Rechteausweitungen, Insiderangriffen und der Ausnutzung von Sicherheitslücken durch Benutzer zu begrenzen.
Scannen auf Sicherheitslücken bei der Identitätsverwaltung
Identity Access Management ist ein Rahmenwerk, das die Identitäten von Benutzern überwacht und authentifiziert und den Zugriff auf Container und Images verwaltet.
Wenn Sie Ihre Scans auf der Identitätsverwaltung von Containern basieren, können Sie verhindern, dass einzelne Container vollständigen Zugriff auf sämtliche Ressourcen der Infrastruktur erhalten.
Scannen der Netzwerkkonfiguration auf Sicherheitslücken
Container arbeiten selten einzeln, sondern in einem Netzwerk aus Containern, in dem Kommunikationskonfigurationen und -regeln unverzichtbar sind. Diese Art von Scan auf Sicherheitslücken untersucht die Image-Ports und die zugehörige Netzwerkkommunikation auf Probleme oder Inkonsistenzen.
3 beste Tools zum Scannen von Sicherheitslücken in Containern
Ganz gleich, ob Sie ein manuelles Tool zum Scannen von Sicherheitslücken in Containern oder eine sofort einsatzbereite automatische Lösung suchen: Die Bedeutung der Containerisierungstechnologie bringt eine große Auswahl an Tools mit sich.
Tatsächlich wurde der globale Markt für Containersicherheit 2021 auf 1,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Bis 2026 soll er voraussichtlich einen Wert von 3,6 Milliarden US-Dollar erreichen, was über den Analysezeitraum einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 22 % entspricht.
Zu den führenden Lösungen zum Scannen von Sicherheitslücken in Containern auf dem Markt gehören:
1. Anchore
Anchore ist ein Open-Source-Tool zur umfassenden Analyse von Docker-Images. Seine Analyse-Engines laufen je nach Art der zu scannenden Container auf Kubernetes, Rancher, Amazon ECS und Docker Swarm.
Als Container-Inspektor ermöglicht die Anchore-Plattform, Ihre Container zu analysieren, zu überprüfen und auf Sicherheitslücken zu scannen sowie die Ergebnisse mit vordefinierten Sicherheitsrichtlinien und -standards zu vergleichen.
2. Dagda
Dagda ist ein Open-Source-Tool zum Scannen von Sicherheitslücken in Containern, mit dem sich die Leistung analysieren und Schwachstellen wie Malware, Viren und Trojaner erkennen lassen. Für die Sicherheit verwendet es die Antiviren-Engine ClamAV zur Erkennung viraler Bedrohungen.
Das Tool Dagda unterstützt verschiedene Techniken der statischen Analyse zur Erkennung und Identifizierung von Sicherheitslücken. Außerdem erstellt es umfassende Berichte über den Zustand des Containers.
3. Snyk
Snyk.io ist ein Tool zum Scannen und Analysieren von Sicherheitslücken in Containern des gleichnamigen, in Boston ansässigen Cybersicherheitsunternehmens. Es automatisiert das Scannen von Container-Images abhängig von den Einstellungen Ihres Projekts und davon, wie häufig Sie Updates bereitstellen.
Darüber hinaus sendet Snyk Ihnen auf Grundlage der Historie zuvor erkannter Sicherheitslücken in Ihren Containern, Ihrem Betriebssystem und Ihren Anwendungsabhängigkeiten einen Bericht über den Sicherheitsstatus Ihres Containers per E-Mail.
Fazit: Scannen von Sicherheitslücken in Containern
Das Scannen von Sicherheitslücken in Containern ist ein wesentlicher Bestandteil der Erstellung und Bereitstellung containerisierter Anwendungen. Die automatischen und manuellen Scan-Tools ermöglichen es Ihnen, Sicherheitslücken und Probleme in verschiedenen Teilen Ihrer containerisierten Architektur zu erkennen und zu beheben, bevor diese für den großflächigen Einsatz bereitgestellt oder veröffentlicht werden.
Während des Scans können Sie verschiedene Arten von Sicherheitslücken finden. Spezielle Tools zum Scannen von Sicherheitslücken können den Prozess durch erweiterte Funktionen für Sicherheit, Analyse und Berichterstellung vereinfachen.
Mehr erfahren: 8 Arten von Tools zum Scannen von Sicherheitslücken erklärt