5 wichtige Trends beim Recovery Time Objective (RTO)

Zeit! Die meisten Menschen haben nicht genug davon. Sie wünschten, sie hätten mehr davon. Zeit ist nie ausreichend. Sie wünschten, sie hätten in einer früheren Epoche gelebt oder könnten die Zeit zurückdrehen und die Fehler der Vergangenheit korrigieren. Die Menschen sind von der Zeit und all ihren Erscheinungsformen besessen. Und genauso verhält es sich mit der Zeit für […]

Verfasst von
Drew Robb
Drew Robb
Sep 25, 2022
4 minute read
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Zeit! Die meisten Menschen haben nicht genug davon. Sie wünschten, sie hätten mehr davon. Zeit ist nie ausreichend. 

Sie wünschten, sie hätten in einer früheren Epoche gelebt oder könnten die Zeit zurückdrehen und die Fehler der Vergangenheit korrigieren. Die Menschen sind von der Zeit und all ihren Erscheinungsformen besessen. 

Und genauso verhält es sich mit der Zeit bis zur Wiederherstellung. Die Menschen wollen ihre Daten sofort zurück. Verzögerungen akzeptieren sie nicht. Oft geben sie ein Recovery Time Objective (RTO) von null vor. Das ist leicht festzulegen, aber teuer zu erreichen. 

Im Folgenden einige der wichtigsten Trends bei Recovery Time Objectives: 

1. Unveränderlichkeit und Isolation 

Ransomware hat die gesamte Welt beziehungsweise die IT auf den Kopf gestellt. Backup und Wiederherstellung bilden da keine Ausnahme. 

Da sich Backups leicht infizieren lassen, müssen diejenigen, die Daten schnell wiederherstellen wollen, Malware berücksichtigen. 

„Um die Anforderungen an das RTO zu erfüllen, müssen Kunden isolierte Wiederherstellungsumgebungen oder unveränderliche Lösungen in Betracht ziehen, die Backup-Kopien vor Ransomware-Angriffen schützen können“, sagte George Crump, Chief Product Strategist bei StorONE. 

„Die allgegenwärtige Bedrohung durch Ransomware zwingt die IT dazu, ihre Vorgehensweise bei der Erfüllung von Recovery-Point- und Recovery-Time-Objectives zu überdenken.“  

2. Nahezu null betragende RTOs 

Der vorherrschende Trend geht dahin, dass Menschen immer kürzere RTOs verlangen. 

Wenn eine Wiederherstellung innerhalb von Tagen möglich ist, soll sie in wenigen Stunden erfolgen. Wenn sie innerhalb einer Stunde möglich ist, soll sie auf wenige Minuten verkürzt werden. 

„Unternehmen sind zunehmend bereit, mehr auszugeben, um ihre Wiederherstellungszeiten zu verkürzen“, sagte Vasilii Zorin, Senior-Projektmanager bei Acronis. 

„Unternehmen benötigen im Katastrophenfall eine schnelle Wiederherstellung, da sie in hohem Maße auf IT-Systeme angewiesen sind, um die effiziente Arbeit verteilter Teams in einer hybriden Umgebung zu ermöglichen. Unternehmen können sich keine Ausfallzeiten von Stunden oder Tagen leisten. Sie sollten in der Lage sein, den Betrieb innerhalb weniger Minuten wiederherzustellen.“ 

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3. RTOs von null

Die Wiederherstellungstechnologie ist laut Jason Lohrey, CEO von Arcitecta, ausgereift genug, die Kosten sind ausreichend gesunken, und die geschäftlichen Anforderungen erfordern ein RTO von null ohne Kompromisse. 

Leichter gesagt als getan. Lohrey schilderte ein allzu häufiges Szenario dessen, was typischerweise passiert, wenn ein Endnutzer in einer Unternehmensumgebung Daten wiederherstellen muss. 

Zunächst muss er beim IT-Department einen Antrag auf Wiederherstellung der verlorenen Daten stellen. Das IT-Department fragt dann nach dem Namen und Pfad der Datei sowie danach, wann sie vorhanden war. 

Menschen sind nicht präzise, also sagen sie: „Ich glaube, ich hatte sie irgendwann letzte Woche, obwohl es auch die Woche davor gewesen sein könnte.“ Damit beginnt ein Prozess, bei dem das IT-Department jeden Backup-Satz durchsucht und anschließend wiederherstellt, um nach der verlorenen Datei zu suchen. Dann erinnert sich der Endnutzer, dass er sie irgendwann in der vergangenen Woche umbenannt hat. 

„Der typische Prozess der Wiederherstellung aus einem Backup ist weder Self-Service noch einfach und erreicht ganz sicher kein RTO von null“, sagte Lohrey.  

In Dateisystemen mit Snapshots können Endnutzer verlorene Dateien selbst lokalisieren. Sie müssen aber weiterhin wissen, in welchen Snapshots und wo sie suchen müssen. Die Wiederherstellung über Snapshots ist zwar besser als ein Backup, erreicht aber kein RTO von null.

„Neue Ansätze bei Datei- und Datensystemen werden Endnutzern Self-Service-Zugriff ermöglichen sowie die Möglichkeit, sofort jeden beliebigen Zeitpunkt anzusteuern und Dateien unabhängig davon zu finden, wann und wo sie vorhanden waren – ohne Hilfe der IT. Genau so sollte es sein“, sagte Lohrey.

4. RTO-Tests 

Es ist eine Sache, ein ehrgeizig niedriges RTO festzulegen, eine andere, eine Technologie zu kaufen und einzusetzen, die darauf ausgelegt ist, dieses zu ermöglichen, und wieder eine ganz andere, es in der realen Welt tatsächlich zu erreichen. 

Durch Tests lässt sich feststellen, ob man den eigenen Zielvorgaben auch nur annähernd gerecht wird. 

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Unternehmen sollten deutlich häufiger testen, ihre Wiederherstellungszeiten validieren und überprüfen, ob sie alle ihre Daten rechtzeitig wiederherstellen können, sagte Laura Shafer, Senior Director of Product Marketing bei 11:11 Systems.

„Für einige Unternehmen kann das bedeuten, Anwendungs- und Endnutzertests durchzuführen“, sagte Shafer.

„Für andere kann es szenario- oder ereignisbasierte Tests umfassen, bei denen das IT-Team eine typische Situation simuliert und anschließend die Wiederherstellung validiert. Beispielsweise eine Wiederherstellung vom aktuellsten Zeitpunkt, um einen Stromausfall oder Hardwarefehler zu simulieren, oder von einem früheren Zeitpunkt, um einen Ransomware- oder anderen Sicherheitsvorfall zu simulieren.“ 

5. RTOs und Geografie

RTOs, die ohne Kenntnis des Speicherorts der Daten festgelegt werden, führen zu Problemen. 

Die im RTO festgelegte maximal tolerierbare Dauer eines Ausfalls lässt sich am eigenen Standort möglicherweise einhalten. Doch was ist, wenn Daten geografisch verteilt sind? Was ist, wenn sich diese Daten über die ganze Welt erstrecken? 

Latenzfaktoren können die Einhaltung von RTOs erschweren. Hinzu kommt die Frage, wo sich die Daten befinden und wohin sie gesichert wurden, bevor man sie wiederherstellen kann.  

IT-Teams sollten laut Ian Allton, Lösungsarchitekt bei SIOS Technology, Clusterlösungen nutzen, die ein Failover über geografisch getrennte Knoten oder Cloud-Regionen und Availability Zones ermöglichen.

Dies ist eine gute Möglichkeit, um sicherzustellen, dass niedrige Recovery Time Objectives in einer Umgebung mit verteilten Daten eingehalten werden können. 

Drew Robb

Originally from Scotland, Drew Robb has been a full-time writer for more than 25 years. He lives in Florida and specializes in IT, engineering, and business. As well as eWeek and TechRepublic, he writes for a wide range of magazines including Gas Turbine World, SDxCentral, and HR Magazine. He is the author of Server Disk Management in a Windows Environment (Auerbach Publications).

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