Im Durchschnitt fallen Festplatten nach zweieinhalb Jahren aus. Das geht aus den neuesten Ergebnissen einer laufenden Studie hervor, die der Anbieter der spezialisierten Cloud-Plattform für Speicherlösungen Backblaze veröffentlicht hat. Der Bericht Drive Stats analysiert die vierteljährliche und die über die gesamte Lebensdauer ermittelte Zuverlässigkeit von Festplatten sowie Ausfallraten. Die aktuelle Ausgabe befasst sich mit den ersten drei Monaten des Jahres 2023 und veröffentlicht das Durchschnittsalter ausgefallener Festplatten nach Laufwerksgröße, Modell und weiteren Kriterien, um IT-Entscheidungsträger bei der Auswahl neuer Speicherlaufwerke für ihre Unternehmen zu unterstützen.
Die Hardwarebeständigkeit ist ein kritischer Bestandteil der Cloud-Speicherbranche. Mit weltweit nahezu 250.000 Festplatten in seinen Rechenzentren analysiert und veröffentlicht Backblaze vierteljährliche Ergebnisse, um wichtige Trends und Datenpunkte hervorzuheben.
Das Unternehmen begann die Studie vor einem Jahrzehnt. Sie untersucht die jährliche Ausfallrate (AFR) nach Größe, Modell und Hersteller und schlüsselt die Informationen außerdem nach dem Durchschnittsalter der Festplatten zum Zeitpunkt des Ausfalls auf. Laut dem Autor des Berichts, Andrew Klein, lag die AFR im ersten Quartal 2023 bei 1,54 % und damit über dem Wert von 1,22 % im ersten Quartal 2022.
„Die vierteljährlichen AFR-Werte können volatil sein, aber dabei helfen, einen Trend zu erkennen, der weiter untersucht werden sollte“, schrieb Klein.
Jährliche Ausfallraten
Die durchschnittliche AFR des vergangenen Jahrzehnts lag bei 1,4 %. Unter den Laufwerken mit mehr als 2,2 Millionen Nutzungstagen weist ein 16-TB-Modell der Western Digital Corporation mit 0,28 % die niedrigste AFR auf. Die höchste AFR (2,57 %) hat ein 4-TB-Modell von Seagate.
