Ein Storage Area Network (SAN) wird so konfiguriert, dass es Speichergeräte, Server und Switches verbindet und mehrere Benutzer unterstützt.
Unternehmen verwenden ein SAN, um mehreren Servern und Zugriffspunkten denselben Pool gemeinsam genutzter Speichergeräte bereitzustellen.
Im Folgenden erfahren Sie alles über den globalen SAN-Markt:
Mehr dazu: 5 Trends bei Storage Area Networks (SAN)
SAN-Markt
Der SAN-Markt hatte einen geschätzten Wert von 17,82 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019. Bei einer prognostizierten durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 3,5 % zwischen 2020 und 2027 soll er bis zum Ende dieses Zeitraums 23,47 Milliarden US-Dollar erreichen.
Mehrere geografische Regionen treiben das Marktwachstum voran.
- Nordamerika hatte 2019 einen Marktanteil von 36,8 % im Wert von 4,8 Milliarden US-Dollar
- China ist der zweitgrößte Markt und soll bis 2027 bei einer CAGR von 43,2 % 35,1 Milliarden US-Dollar erreichen
- Für Kanada und Japan wird von 2020 bis 2027 ein Wachstum von 38,9 % bzw. 42 % CAGR erwartet
- Für Deutschland wird bis 2027 eine CAGR von 31,1 % erwartet
Nach Branche werden SAN-Lösungen am häufigsten von folgenden Branchen nachgefragt:
- Banken, Finanzdienstleistungen und Versicherungen (BFSI)
- IT und Telekommunikation
- Energie und Versorgungsunternehmen
- Öffentlicher Sektor
- Einzelhandel und E-Commerce
- Fertigungsindustrie
SAN-Funktionen
SAN-Systeme bieten großes Potenzial für die Skalierung, das Hosting zahlreicher Speichergeräte und den Zugriff für viele Benutzer. Ein SAN kann abhängig von der verwendeten Netzwerktechnologie auf eine von zwei Arten eingesetzt werden.
iSCSI-SAN
iSCSI steht für Internet Small Computer Systems Interface. Dabei handelt es sich um ein Internet-Blockprotokoll, das zum Aufbau von Speichernetzwerken über eine Ethernet-Verbindung verwendet wird. Eine iSCSI-SAN-Lösung leitet den Datenverkehr für den Speicher über ein gemeinsam genutztes oder dediziertes Netzwerk.
Der Einsatz eines iSCSI-SAN verbessert die Speichernutzung und Verwaltbarkeit, indem er die Gesamtbetriebskosten senkt. Außerdem ist keine spezielle Anfangshardware erforderlich, und die Lösung kann mit derselben Ausrüstung wie ein Local Area Network (LAN) eingesetzt werden.
Fibre-Channel-SAN
Fibre-Channel-SANs werden auf Glasfasernetzen eingesetzt und schaffen mithilfe von Routern, Gateways und Switches eine Verbindung zwischen Speicherpunkten und Geräten im gesamten Netzwerk.
Der Einsatz von Glasfaser für SAN-Lösungen ist in der Regel spezialisierter, bietet jedoch hohe Netzwerkgeschwindigkeiten zwischen allen Endpunkten eines Netzwerks. Das ist ideal für Speicherbereiche mit hohem Datenverkehr und vielen Zugriffen.
SANs funktionieren hauptsächlich, indem sie den Speicher aus einzelnen Servern herauslösen und einen einfachen Zugriff sowie die zentrale Verwaltung und den Schutz der gespeicherten Daten ermöglichen. Alle Speichergeräte sind über ein externes Netzwerk mit zentralen Servern verbunden.
Vorteile eines SAN
Die Verwaltung des Speichers mit einem SAN in einem großen Netzwerk aus Geräten bietet eine Reihe von Vorteilen, die es für viele Unternehmen zur bevorzugten Lösung machen.
- Erweiterte Verwaltungsfunktionen
- Hohe Skalierbarkeit
- Leistungsfähige Sicherheitsfunktionen
- Schnelle Datenübertragung
- Für die Notfallwiederherstellung optimiert
- Einfache Datenduplizierung
- Dynamisches Storage-Tiering
„SANs haben traditionell das SCSI-Protokoll über FC verwendet. Künftige SANs werden das aufkommende, ressourcenschonende NVMoeF-Protokoll (NVMe für den Einsatz in Fabrics erweitert) über Ethernet verwenden“, sagt Jai Menon, Mitglied des Forbes Technology Council.
„Außerdem werden SAN-Arrays als Software auf Standard-x86-Servern aufgebaut, und es gibt keinen Preisaufschlag.“
SAN-Anwendungsfälle
Hier sind einige Beispiele dafür, wie Unternehmen aus verschiedenen Branchen SANs einsetzen, um Probleme bei der Datenspeicherung zu lösen.
Shibuya
Shibuya ist ein Anbieter von IT-Dienstleistungen für die Geschäftsinfrastruktur in Schweden. Als Teil der Pulsen Group bietet Shibuya maßgeschneiderte IT-Lösungen in der nordischen Region an.
Da Shibuya mit datenintensiven Anwendungen wie künstlicher Intelligenz (KI), Big Data und Analytics wachsen wollte, benötigte das Unternehmen eine kostengünstige Lösung für seine IT-Infrastruktur. Mit der Implementierung von IBM Storage Networking SAN46B-6 konnte es die Anforderungen seiner Kunden erfüllen.
„Mit flexibler und kostengünstiger Technologie von IBM können wir Cloud-Umgebungen bereitstellen, die genau den geschäftlichen Prioritäten unserer Kunden entsprechen“, sagt Christian Wibeck, Leiter der Geschäftsentwicklung bei Shibuya.
„Wenn wir in unserer Branche sagen, dass wir IBM-Technologie einsetzen, öffnet das Türen und zieht die Aufmerksamkeit auf sich – das hilft uns, unseren Marktanteil auszubauen.“
Keelings
Keelings ist ein in Irland ansässiger multinationaler Anbieter von Frischwaren mit 2.400 Beschäftigten und Aktivitäten in 42 Ländern. Das Unternehmen konzentriert sich auf den Anbau, die Beschaffung, den Versand, die Vermarktung und den Verkauf von Frischwaren sowie auf branchenspezifische Enterprise-Resource-Planning-(ERP)-Software.
Als das bisherige SAN-System an seine Grenzen kam, beauftragte Keelings Pure Storage damit, die Speicherleistung zu verbessern und Wartungsarbeiten an seinen Festplattensystemen durchzuführen.
Das Evergreen-Geschäftsmodell von Pure Storage ermöglichte es Keelings, den Speicher einmal bereitzustellen und ihn im Laufe der Zeit nach Bedarf zu erweitern. Keelings erhielt proaktiven Support zusätzlich zu seinem internen IT-Personal und kann den Speicher aufrüsten, ohne den Geschäftsbetrieb zu unterbrechen.
„Das Evergreen-Speichermodell von Pure war ein großer Pluspunkt. Mit Pure Storage bringen Sie den Speicher auf die nächste Stufe und können die geschäftlichen Anforderungen bewältigen, die viele Unternehmen heute und künftig haben werden“, sagt Dave Clarke, stellvertretender IT-Gruppenleiter bei Keelings.
„Der Support von Pure Storage war sehr gut. Die Benutzeroberfläche ist sehr intuitiv, alles ist beschriftet und gut durchdacht.“
Universität Würzburg
Die Universität Würzburg ist eine öffentliche Forschungseinrichtung in Deutschland. Die 1402 gegründete Universität hat 28.000 Studierende, die eine große Bandbreite an Fächern belegen, sowie 4.000 Forschende und Lehrkräfte.
Mit einem IT-Team aus 50 Fachleuten musste die Universität eine flexible und skalierbare Speicher- und Serverinfrastruktur installieren, um die Daten von Studierenden und aus der Forschung zu speichern und darauf zuzugreifen.
In Zusammenarbeit mit Hewlett Packard Enterprise (HPE) integrierte die Universität Würzburg eine Komplettlösung aus Speichergeräten, Servern und Fibre-Channel-Komponenten für ihre Netzwerkkomponenten, einschließlich ihrer StoreFabric-SAN-Architektur. Es handelt sich um eine langfristige Lösung, die der Universität in ihrer SAN- und Tape-Library-Infrastruktur für viele Jahre ausreichend Puffer verschafft.
„Mit den beiden HPE 3PAR StoreServ 7400 und den HPE StoreEver ESL G3 Tape Libraries mit LTO-6-Bändern verfügen wir jetzt über einen ausreichend großen Puffer, um die steigenden Datenmengen zu bewältigen, die unsere Einrichtungen in den nächsten Jahren erzeugen werden“, sagt Matthias Reichling, stellvertretender Rechenzentrumsleiter sowie Leiter der zentralen und dezentralen Dienste an der Universität Würzburg.
„Wir haben mit HPE-Hardware immer hervorragende Erfahrungen gemacht und erhalten von dessen Partner Bechtle einen fantastischen Service.“
SAN-Anbieter
Zu den führenden Akteuren auf dem SAN-Markt gehören:
- Dell Technologies
- Hewlett Packard Enterprise (HPE)
- Hitachi Vantara
- IBM
- NetApp
- Pure Storage
- Infinidat
- Nimble Storage
- Tintri
- DataCore
Mehr dazu: Der Markt für Network-Attached Storage (NAS)