5 wichtige Trends bei Cloud-Dateispeicher

Speicher wurde früher von blockbasierten Architekturen dominiert. Doch Dateispeicher gewann ab Ende der 1990er-Jahre stetig an Boden, als NetApp-Filer immer beliebter wurden. Inzwischen sind die Grenzen zwischen Datei-, Block- und Objektspeicher verschwommen, da Cloud-Speicher in den Vordergrund gerückt ist. Dennoch ist Dateispeicher nach wie vor genauso relevant wie vor 20 Jahren […]

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Drew Robb
Drew Robb
May 24, 2022
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Speicher wurde früher von blockbasierten Architekturen dominiert. Doch Dateispeicher gewann ab Ende der 1990er-Jahre stetig an Boden, als NetApp-Filer immer beliebter wurden. 

Inzwischen sind die Grenzen zwischen Datei-, Block- und Objektspeicher verschwommen, da Cloud-Speicher in den Vordergrund gerückt ist. Dennoch ist Dateispeicher nach wie vor genauso relevant wie vor 20 Jahren. 

Hier sind einige der wichtigsten Trends, die Unternehmen und IT-Teams auf dem Markt für Cloud-Dateispeicher beobachten:  

1. Digitale Transformation 

Laut Eric Burgener, Analyst bei IDC, befinden sich mehr als 90 % der Unternehmen in einer digitalen Transformation (DX). 

Das erfordert Anpassungen an ihren Speicherarchitekturen ebenso wie an ihren Geschäftsmodellen und Entscheidungsprozessen – hin zu einem stärker datenorientierten Ansatz. 

Da mehr Daten als je zuvor erfasst, gespeichert, geschützt und analysiert werden, prognostiziert IDC, dass fast 70 % der Unternehmen ihre Infrastruktur für Server, Speicher und Datenschutz innerhalb der nächsten zwei Jahre modernisieren müssen. 

„Diese Technologie-Modernisierungsprojekte werden vor allem durch die Anforderungen neuer Workloads vorangetrieben, die Unternehmen infolge der DX einsetzen – viele davon nutzen KI-gestützte Big-Data-Analytics-Workloads mit unstrukturierten Daten“, sagte Burgener. 

Dateispeicher wird bei der Speicherung dieser unstrukturierten Daten eine wichtige Rolle spielen. 

2. Wachstum des lokalen Dateispeichers 

Laut IDC werden in den nächsten fünf Jahren 8 % aller zu speichernden Daten unstrukturiert sein. Dabei wird es sich hauptsächlich um Datei- oder objektbasierte Daten handeln. 

„Unternehmen verfügen insgesamt an lokalen Standorten durchschnittlich über 71 PB Dateispeicher“, sagte Burgener von IDC. 

„Es wurde erwartet, dass der lokale Dateispeicher in den nächsten fünf Jahren jährlich um 46 % wachsen würde.“ 

Das ist ein bedeutender Wachstumstrend. Klar ist: Lokaler Speicher wird bleiben, und Dateispeicher ist dafür ein bevorzugtes Repository. 

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3. Wachstum des Cloud-Dateispeichers 

Dateispeicher ist nicht mehr nur für die lokale Speicherung gedacht. Er hat sich zu einer beliebten Möglichkeit entwickelt, Daten in der Cloud zu speichern. 

IDC prognostiziert, dass Unternehmen in den kommenden fünf Jahren mehr als 91 PB Dateispeicher in Public-Cloud-Standorte verlagern werden. Damit wird die Verlagerung von Dateispeicher in die Cloud erstmals die lokale Speicherung übertreffen. Das Wachstum des lokalen Dateispeichers wird von dem des Dateispeichers in der Public Cloud übertroffen werden; dieser soll mindestens weitere fünf Jahre lang jährlich um 53 % wachsen. 

All diese Zahlen zeigen, dass Dateispeicher insgesamt gegenüber dem Objektspeicher weiterhin führend ist. In der Public Cloud hat Dateispeicher gegenüber Objektspeicher einen Vorsprung von etwa 20 %, während beide lokal ungefähr gleichauf liegen.  

„Die Wachstumsraten der Daten in der Public Cloud, die sowohl durch das Wachstum des Datei- als auch des Objektspeichers angetrieben wurden, lagen über den Wachstumsraten des lokalen Speichers“, sagte Burgener von IDC. 

4. Tiered Storage 

Dateispeicher hat sich auch beim Tiering von Speicher als nützlich erwiesen. 

Indem verschiedene Speicherkategorien in getrennten Tiers abgelegt werden, können Daten entsprechend ihren Anforderungen an Leistung, Verfügbarkeit, Kapazität und Kosten aufbewahrt werden. 

Wenn der Wert der Daten abnimmt, werden sie schrittweise von Tier zu Tier verschoben, bis sie in einem Cold-Storage-Tier oder Archiv liegen, auf das nur selten oder überhaupt nicht zugegriffen wird. 

Moderne Lösungen für Tiered Storage unterstützen mehrere Medientypen innerhalb eines Systems und bieten allerlei Zusatzfunktionen. Dazu gehört die intelligente Datenplatzierung, die bestimmen kann, wo Daten gespeichert werden (All-Flash, hybrid, Festplatte (HDD) oder Band) und wo neue Daten abgelegt werden sollen. 

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5. Wachstum und Leistungsfähigkeit der Archivierung

Laut IDC wurden etwa 35 % aller Unternehmensdaten in den vergangenen sechs Monaten kein einziges Mal verwendet. Einige Analysten setzen den Anteil deutlich höher an. 

Daher ist die Archivierung zu einem entscheidenden Element geworden, wenn es darum geht, die Effizienz der Speicherinfrastruktur zu steigern. Aktive Daten bleiben in leistungsfähigeren Tiers erhalten, während der Großteil der Daten in niedrigere Tiers ausgelagert wird, um die Gesamtkosten zu senken. 

Laut IDC verschieben 52 % der Unternehmen ältere Daten in lokale Archive. Die übrigen nutzen Archive in der Public Cloud. Diese Verteilung der Daten macht es wichtig, Datenklassifizierungstools einzusetzen, die Daten anhand vordefinierter Richtlinien intelligent platzieren. 

Doch auch archivierte Daten müssen heutzutage leistungsfähig zugänglich sein. Unternehmen haben Daten nur zögerlich auf Band archiviert, da sie davon ausgehen, dass es Stunden, wenn nicht Tage dauern könnte, eine Datei abzurufen – für den unwahrscheinlichen Fall, dass dies erforderlich werden sollte. 

Bandanbieter haben dieses Problem mit sogenannten aktiven Archiven gelöst. Diese Systeme ermöglichen während des gesamten Datenlebenszyklus einen zuverlässigen, online verfügbaren und kostengünstigen Zugriff auf Daten. Sie sind mit mehreren Medientypen kompatibel, darunter Flash, Festplatte, Band und die Cloud. Außerdem können sie Datei-, Block- oder Objektspeicher aufnehmen. Diese Systeme können Daten von einem Speichertier in ein anderes verschieben – und das zu wesentlich geringeren Kosten als bei anderen Medien. 

Drew Robb

Originally from Scotland, Drew Robb has been a full-time writer for more than 25 years. He lives in Florida and specializes in IT, engineering, and business. As well as eWeek and TechRepublic, he writes for a wide range of magazines including Gas Turbine World, SDxCentral, and HR Magazine. He is the author of Server Disk Management in a Windows Environment (Auerbach Publications).

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