5 Top-Trends auf dem Jobmarkt für Storage-Hardware

Vor fünfzehn Jahren dominierten Storage-Konferenzen den Veranstaltungskalender der IT-Branche. Die Storage Networking World und die Storage World waren vollgepackt mit Anbietern, die die neuesten und besten Storage-Arrays, Solid-State-Laufwerke (SSDs) und automatisierte Bandbibliotheken präsentierten. Da Storage-Hardware jedoch nicht mehr den Stellenwert als Spezialgebiet hat wie früher, stehen diese Messen nicht mehr im Kalender. Nicht […]

Verfasst von
Drew Robb
Drew Robb
Mar 7, 2022
4 minute read
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Vor fünfzehn Jahren dominierten Storage-Konferenzen den Veranstaltungskalender der IT-Branche. Die Storage Networking World und die Storage World waren vollgepackt mit Anbietern, die die neuesten und besten Storage-Arrays, Solid-State-Laufwerke (SSDs) und automatisierte Bandbibliotheken präsentierten. Da Storage-Hardware jedoch nicht mehr den Stellenwert als Spezialgebiet hat wie früher, stehen diese Messen nicht mehr im Kalender.

Noch vor nicht allzu langer Zeit gab es Menschen, die auf die Bereitstellung von Speichernetzwerken (SANs) spezialisiert waren, andere waren dafür zuständig, Network Attached Storage (NAS) zu warten und zu betreiben, und wieder andere waren auf Storage-Switches, Host-Bus-Adapter und andere Hardware spezialisiert. Doch im Zeitalter von Virtualisierung, Cloud Computing und softwaredefiniertem Speicher (SDS) ist die Blütezeit der Storage-Hardware vorbei.

Trotzdem steht Storage-Hardware nach wie vor im Mittelpunkt aller On-Premises- und Cloud-Systeme. Die Geräte sind weiterhin vorhanden, liegen jedoch hinter Schicht um Schicht von Abstraktion verborgen. Und sie müssen nach wie vor von qualifizierten Fachkräften betreut werden.

Werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Trends, die Beschäftigung und Berufsaussichten im Bereich Storage-Hardware beeinflussen:

Mehr dazu: Der Arbeitsmarkt für Hardware- und Storage-Engineers

1. Storage-Hardware-Know-how durch Datenkompetenz erweitern

Rob Gordon, Senior Sales Engineer bei Komprise, wies darauf hin, dass die traditionellen Aufgaben von Storage-IT-Profis – die Implementierung und Wartung der Hardware- und Mechanikschicht – angesichts des Wachstums bei Cloud-Storage und Infrastrukturautomatisierung weniger komplex geworden sind. 

„Da Storage inzwischen über viele Systeme und Clouds verteilt ist, geht es darum, die auf den Systemen enthaltenen Daten zu verstehen und zu verwalten, nicht so sehr um die physischen Storage-Silos“, sagte Gordon. 

„Viele Jobs im Bereich Storage-Hardware werden sich zu Rollen als Cloud-Datenarchitekten und Datenmanagement-Experten wandeln, da Daten in den Mittelpunkt rücken und Storage-Technologie immer kurzlebiger und dynamischer wird.“

2. Der Wettlauf um Komponenten

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Es herrscht ein Mangel an Servern, Storage-Arrays, Switches, Chips, Kabeln, Filtern und vielen weiteren wichtigen Storage-Komponenten. 

Wenn die Lieferzeiten für bestimmte Artikel zu lang sind, müssen Storage-Manager lernen, mit der vorhandenen Ausrüstung auszukommen. Außerdem müssen sie darin geübt sein, ungewöhnliche Bezugsquellen für Ersatzteile und Ausrüstung aufzuspüren.

So meldete beispielsweise ein Rechenzentrum eine Lieferzeit von sechs Monaten für die Bestellung von Hunderten Ethernet-Switches bei einem führenden Netzwerkhersteller. Auch die Nichtverfügbarkeit von Glasfasern wurde in einigen Regionen gemeldet. Zudem herrscht ein Mangel an Dingen, die normalerweise als selbstverständlich gelten, etwa Kabeln. Selbst einige Top-Server haben inzwischen Lieferzeiten von mehr als 45 Tagen.

Als Reaktion darauf sollten Storage-Manager mit dem Gebrauchtmarkt bestens vertraut sein. Außerdem müssen sie bei Bedarf Behelfslösungen und Alternativen von Originalgeräteherstellern entwickeln, damit ihre Systeme weiterlaufen.

3. Steigende Nachfrage nach hochverfügbarer Ausrüstung und entsprechenden Kompetenzen

Ein Bereich, in dem Storage-Hardware-Kenntnisse besonders gefragt sind, ist die Hochverfügbarkeit (HA). 

Mit der zunehmenden Komplexität moderner Infrastrukturen veranlassen Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit, für geschäftskritische Anwendungen Service-Level-Agreements (SLAs) von 99,99 % zu erfüllen, Unternehmen dazu, ausgefeilte, anwendungsspezifische Hochverfügbarkeits- und Disaster-Recovery- (DR)Lösungen zu implementieren.

Beispielsweise sind wichtige Datenbank- und Enterprise-Resource-Planning- (ERP)Systeme wie Oracle, SAP S/4HANA und SQL Server so unverzichtbar geworden, dass selbst kurze Ausfälle dieser Systeme kostspielig sind. 

Sie laufen in zunehmend komplexen Umgebungen, weshalb sich immer mehr Unternehmen an HA-Spezialisten wenden, die über umfassende, anwendungsspezifische Erfahrung bei der Implementierung von Verfügbarkeitsschutz für diese wichtigen Systeme verfügen.

„Die Abhängigkeit von Unternehmen von Datenbanken und ERP-Systemen wird die Nachfrage nach spezialisierten HA-Kenntnissen steigern“, sagte Cassius Rhue, VP Customer Experience bei SIOS Technology.

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4. Disaster Recovery gewinnt an Bedeutung

Disaster Recovery gehört seit geraumer Zeit fest zur Stellenbeschreibung im Storage-Management, konnte jedoch kaum als dynamischer Karriereweg bezeichnet werden. Das könnte sich ändern.

Bei der DR-Planung geht es nicht mehr nur um den seltenen „Jahrhundertsturm“ oder das „Jahrhunderterdbeben“. Unternehmen müssen sich von Unwettern, Überspannungen, Ransomware und anderen Bedrohungen erholen können, die allesamt immer häufiger auftreten.

Eine einfache Sicherung der Daten reicht nicht mehr aus. Unabhängig davon, ob es sich beim Storage um ein Network File System (NFS), SAN, cloudnatives Shared Storage oder replizierten lokalen Storage handelt, erhöhen Unternehmen den Schutz ihrer Daten – sowohl On-Premises als auch in der Cloud –, um HA-/DR-Schutz einzubeziehen. Das bedeutet, dass mehr Storage-Hardware installiert und gewartet werden muss.

„Der Klimawandel und soziale Unruhen haben den Bedarf an Disaster Recovery in den Mittelpunkt der IT-Aufmerksamkeit gerückt“, sagte Rhue von SIOS Technology. 

„Unternehmen werden 2022 mehr für DR ausgeben und nach flexibleren Bereitstellungsoptionen für den DR-Schutz suchen.“

Mehr dazu: 5 Top-Trends auf dem Jobmarkt für Backup und Recovery

5. Workloads in die Cloud migrieren

Erfahrene Storage-Hardware-Spezialisten haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten an Einfluss verloren. Zwar können sie in bestimmten Bereichen des Unternehmens noch immer glänzen, letztlich ist ihr Tätigkeitsfeld jedoch kleiner geworden. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen.

Zumindest in den nächsten Jahren bietet sich die Möglichkeit, als Experte für die Verlagerung von Workloads aus dem Rechenzentrum in die Cloud zu arbeiten. Dazu gehört, zu wissen, wie man Geräte außer Betrieb nimmt, Daten sicher migriert und Anwendungen von interner Hardware in die Cloud überträgt.

Wer diesen Karriereweg einschlägt, sollte sich jedoch nicht nur auf die Übertragung von Workloads aus dem Rechenzentrum in die Cloud konzentrieren. Wenn Unternehmen entscheiden, was in die Cloud gehört und was auf interne Systeme zurückgeführt werden sollte, könnten große Teile der Storage-Infrastruktur verschwinden. Gleichzeitig muss mehr Storage-Hardware bereitgestellt werden, um zurückgeführte Systeme zu hosten.

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„Einige Unternehmen, die geschäftskritische Anwendungen in die Public Cloud verlagert haben, erwägen nun aus drei Hauptgründen entweder eine Rückmigration oder eine Hybrid-Cloud-Konfiguration: unvorhersehbare Cloud-Gebühren, Anforderungen an die Datenhoheit für Unternehmen, die Vorschriften unterliegen, nach denen sie Daten innerhalb der geografischen Grenzen ihres Unternehmens aufbewahren müssen, sowie der Bedarf an interner Kontrolle über IT-Infrastrukturen“, sagte Rhue von SIOS Technology.

Mehr dazu: Die 5 besten Data-Storage-Unternehmen mit offenen Stellen

Drew Robb

Originally from Scotland, Drew Robb has been a full-time writer for more than 25 years. He lives in Florida and specializes in IT, engineering, and business. As well as eWeek and TechRepublic, he writes for a wide range of magazines including Gas Turbine World, SDxCentral, and HR Magazine. He is the author of Server Disk Management in a Windows Environment (Auerbach Publications).

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