5 Top-Trends bei der Storage-Bereitstellung 

Die Bereitstellung von Speicher läuft bereits seit den frühesten Tagen der aufgezeichneten Geschichte. Sobald Aufzeichnungen auf Tafeln und Schriftrollen auftauchten, musste ein Platz für ihre Aufbewahrung bereitgestellt werden. Man kann sich vorstellen, wie der oberste Verwalter des ägyptischen Pharaos Ramses II. nach mehr Kapazität schrie, um all die Erlasse und Baupläne des Herrschers zu speichern. Auch die große Bibliothek von Alexandria hatte zweifellos ständig mit Speicherproblemen zu kämpfen. […]

Verfasst von
Drew Robb
Drew Robb
Feb 13, 2022
4 minute read
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Die Bereitstellung von Speicher läuft bereits seit den frühesten Tagen der aufgezeichneten Geschichte. Sobald Aufzeichnungen auf Tafeln und Schriftrollen auftauchten, musste ein Platz für ihre Aufbewahrung bereitgestellt werden. Man kann sich vorstellen, wie der oberste Verwalter des ägyptischen Pharaos Ramses II. nach mehr Kapazität schrie, um all die Erlasse und Baupläne des Herrschers zu speichern. Auch die große Bibliothek von Alexandria hatte zweifellos ständig mit Speicherproblemen zu kämpfen. 

Der einzige Unterschied besteht heutzutage darin, dass die Kapazität digitalisiert ist. Storage-Profis speichern Daten entweder On-Premises in Storage Area Networks (SANs), Network-Attached-Storage (NAS)-Filern, Appliances und Servern; oder sie senden sie an Tape-Repositories oder in die Cloud. In jedem Fall besteht in der Regel ein kontinuierlicher Bedarf, mehr Kapazität bereitzustellen und den Bereitstellungsprozess effizienter und schneller zu machen. 

Hier sind fünf wichtige Trends bei der Storage-Bereitstellung: 

Mehr dazu: Warum Storage-Tiering weiterhin wichtig ist

1. Nahezu synchrone Raten

Kirill Shoikhet, CTO von Excelero, weist darauf hin, dass die Bereitstellung sekundärer Datenkopien zunehmend mit nahezu synchronen Raten erfolgen muss, damit diese auf Ausfälle auf Maschinen-, Rechenzentrums- und in manchen Fällen auch auf regionaler Ebene reagieren können und dennoch die Recovery-Point-Objectives (RPO) von null bei niedrigen Recovery-Time-Objectives (RTO) erreichen. 

„Dies ist ein Problem bei zentralen Geschäftsanwendungen, da Rechen- und Netzwerkressourcen im Wesentlichen zustandslos sind und der Storage als zustandsbehafteter Engpass für in der Cloud laufende Anwendungen zurückbleibt, wodurch ein schneller, resilienter Zugriff auf persistente Daten verhindert wird“, sagte Shoikhet.

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„Technologie, um dies zu umgehen, gibt es heute in der Public Cloud nicht. Das treibt eine ganze Reihe innovativer technischer Verbesserungen voran, um die Public Cloud zur Plattform für solche Anwendungen zu machen.“

2. Überprovisionierung eliminieren 

Angesichts des enormen Datenwachstums, das Unternehmen weltweit überfordert, haben sich Firmen im Laufe der Jahre eine schlechte Angewohnheit angewöhnt: Bei der ersten Bereitstellung provisionieren sie ihren Storage tendenziell übermäßig, um peinliche Kapazitätsengpässe zu einem späteren Zeitpunkt zu vermeiden – oder um nicht später im Jahr wegen mangelhafter Kapazitätsplanung ein zusätzliches Budget beantragen zu müssen. 

Es richtig zu machen, kann eine Herausforderung sein, da sich oft nur schwer abschätzen lässt, wie viel Storage und welche Art von Storage für die Workloads von heute benötigt wird und wie sich die Workloads von morgen zuverlässig vorhersagen lassen.

Eine Lösung ist effizientes Scale-out-NAS. Damit kann ein Storage-Administrator den passenden Storage mit den richtigen Leistungs- und Kapazitätsspezifikationen bereitstellen – aber erst, wenn er benötigt wird. Bei korrekter Umsetzung ist das Hinzufügen von Storage einfach und die Bereitstellung dauert nur wenige Minuten. Der Storage steht nicht nur schnell zur Verfügung, auch die vorhandenen Daten werden automatisch hinsichtlich Kapazität und Leistung auf den neu hinzugefügten Storage verteilt. 

„Das flexible Hinzufügen und Entfernen von Storage ist entscheidend, um die Storage-Infrastruktur zukunftssicher zu machen. Dafür braucht es eine flexible Auswahl an Werkzeugen zum Hinzufügen oder Entfernen von Storage – einschließlich CLI, API, Skripten oder Weboberfläche –, damit sich die Lösung in beliebige Frameworks zur Storage-Bereitstellung integrieren lässt“, sagte Brian Henderson, Director of Product Marketing für unstrukturierte Datenspeicherung bei Dell Technologies. 

3. SSD-Tiers 

Storage-Tiering ist nichts Neues. Das Grundkonzept besteht darin, höhere Ebenen für hohe Leistung und niedrigere Ebenen für Kapazität, Archivierung oder Daten mit niedriger Priorität vorzusehen.

Früher setzte man dafür schnellere Festplattenlaufwerke (HDDs) mit zusätzlichem Arbeitsspeicher ein. Heute sorgen jedoch Solid-State-Laufwerke (SSDs) für eine größere Granularität beim Tiering. Einige SSDs sind für schreiboptimierten Datenverkehr mit höchster Leistung vorgesehen. Andere eignen sich besser für kostengünstigeren Datenverkehr mit höherer Kapazität und seltenerem Zugriff, um unterschiedliche Ebenen und Anforderungen verschiedener Anwendungstypen an die Daten zu unterstützen, so Greg Schulz, Analyst bei der StorageIO Group.  

SSDs können bei Bedarf mit HDDs kombiniert werden, um eine große Zahl von Ebenen bereitzustellen. SSDs verarbeiten die Daten der obersten Ebene, während HDDs den Rest übernehmen – der häufig den Großteil der Daten ausmacht. 

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Mehr dazu: Der Storage-Tiering-Markt

4. Wechselnde Standorte für bereitgestellten Storage

Bei der traditionellen Architektur für den oben beschriebenen Tiering-Aufbau befinden sich alle Ebenen On-Premises im Rechenzentrum.

Ein wachsender Trend besteht jedoch darin, die Ebenen an verschiedenen Standorten zu platzieren. SSDs und schnelle Festplatten können On-Premises verbleiben, während Daten mit niedrigerer Priorität und der Großteil der Daten in der Cloud gespeichert werden. Dort bieten sie in der Regel eine ausreichende Leistung für die meisten Anwendungen. 

Beispielsweise befinden sich manche HDDs oder Tapes möglicherweise nicht mehr in einer On-Premises-Umgebung. Dennoch bleiben sie Bestandteil einer Daten-Storage- und Bereitstellungslösung. Selbst die großen Cloud-Anbieter verwenden Tape in ihren Ebenen für Daten niedrigerer Priorität oder Archive. 

5. NVMe-Tiers 

Eine weitere aktuelle Entwicklung ist die Aufnahme von Non-Volatile Memory Express (NVMe) in den Katalog für die Storage-Bereitstellung.

Mit NVMe lässt sich eine kleine Ebene einrichten, auf der nur die allerhöchste Leistung angeboten wird, da solche Ebenen teuer sind. Sobald Daten älter werden oder nicht mehr als besonders wichtig gelten, können sie in niedrigere Ebenen verschoben werden.

Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, dass das Unternehmen festlegen kann, wie viel es für Datenverkehr mit hoher Leistung ausgeben möchte, und Kosten senken kann, indem es entscheidet, welche verbleibenden Daten wann auf niedrigeren Ebenen gespeichert werden. 

Mehr dazu: Die besten Unternehmen für softwaredefinierten Storage (SDS)

Drew Robb

Originally from Scotland, Drew Robb has been a full-time writer for more than 25 years. He lives in Florida and specializes in IT, engineering, and business. As well as eWeek and TechRepublic, he writes for a wide range of magazines including Gas Turbine World, SDxCentral, and HR Magazine. He is the author of Server Disk Management in a Windows Environment (Auerbach Publications).

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