Rechenzentren haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten erheblich verändert. In den frühen Jahren des neuen Jahrtausends bot ein Besuch im Rechenzentrum noch Reihe um Reihe von Servern, Racks und Speicher-Arrays. Auf diesen Servern lief typischerweise jeweils eine Anwendung. Diese Zeiten sind längst vorbei.
Heute sind Rechenzentren schlanker als je zuvor. Es wird erwartet, dass sie weiterhin schlanker werden.
Hier sind die fünf wichtigsten Trends bei Jobs in Rechenzentren:
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1. Weniger interne Mitarbeiter
Noch vor nicht allzu langer Zeit gab es Mitarbeiter, die ausschließlich für die Datenspeicherung, ausschließlich für das Netzwerk oder ausschließlich für die Rechenleistung beziehungsweise einen anderen Aspekt des Betriebs zuständig waren. Viele Funktionen wurden jedoch in die Cloud ausgelagert oder bieten keinen Mehrwert, wenn sie im Rechenzentrum verbleiben.
Ja, im Rechenzentrum werden immer Menschen benötigt, die Server austauschen, die Kühlsysteme am Laufen halten, die Luftfeuchtigkeit überwachen, die Stromversorgung verwalten und so weiter. Ihre Zahl geht jedoch stetig zurück.
„Da die Zukunftsaussichten für Vor-Ort-Positionen weiterhin unklar sind, erkennen Unternehmen, dass sich ihr Bedarf an IT-Fachkräften verändert“, sagte Amy Fowler, VP of Strategy and Solutions der Geschäftseinheit FlashBlade bei Pure Storage.
„Arbeiten, die früher innerhalb des Rechenzentrums erledigt wurden, können remote verwaltet werden – und mussten während der Pandemie sogar remote verwaltet werden. Wenn ein Bewerber mehrere Systeme vor Ort gleichzeitig von einem Desktop aus verwalten kann, entfällt der Bedarf an mehreren Mitarbeitern vor Ort mit Nischenkenntnissen. Um auf dem heutigen Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten Arbeitssuchende ihre Zertifizierungen diversifizieren, damit sie den Anforderungen eines hybriden Arbeitsplatzes gerecht werden.“
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2. Flexible Karrierewege
Früher stiegen neue Mitarbeiter in Rechenzentren in ein Team ein und verbrachten ihre Laufbahn damit, in der Hierarchie der Entwickler oder Storage-Manager aufzusteigen. Doch die Cloud hat dieses Paradigma verändert. Heute können sich Karrierewege mit den Veränderungen des Marktes und der technischen Entwicklung wandeln.
„Die Unternehmens-IT bietet Experten nicht länger die Perspektive auf eine Karriere in der Verwaltung einer einzelnen Technologie, die nicht allgemein verfügbar oder gut verstanden ist“, sagte Douglas Mancini, Chief Commercial Officer bei Ori Industries.
„Mit der Einführung des Cloud Computing begann der Übergang zu vielseitig qualifizierten Technologiefachkräften. Durch das Aufkommen des Edge Computing werden ihre Fähigkeiten nun noch stärker gefordert. Die Verwaltung von Services, die in Clouds, Rechenzentren, Telekommunikationsnetzen am Edge und IoT-Geräten laufen, erfordert Flexibilität, Wissen und den ausgeprägten Wunsch, bei den neuesten technologischen Innovationen an vorderster Front zu bleiben. Die neuen technologischen Fortschritte ermöglichen es Menschen tatsächlich, sich in ihren Jobs weiterzuentwickeln, anstatt jahrelang dieselben Verantwortlichkeiten und denselben Titel zu haben.“
3. Generalisten in Rechenzentren
Auf bestimmte Aufgaben festgelegte Fachkräfte in Rechenzentren verschwinden rasch. An ihre Stelle treten IT-Generalisten.
„Um relevant zu bleiben, müssen Mitarbeiter in Rechenzentren ihre Erfahrung und ihr Wissen erweitern: weg von der reinen praktischen Arbeit an Hardware oder Infrastrukturkomponenten des Rechenzentrums und hin zu einem besseren Verständnis der Server, Speicher, Netzwerke und der darauf laufenden Software zur Unterstützung verschiedener Geschäftsanwendungen“, sagte Greg Schulz, Analyst bei StorageIO Group.
4. FinOps-Jobs
Bill Kleyman, EVP of Digital Solutions bei Switch, wies darauf hin, dass eine völlig neue Position für den Umgang mit Cloud-Kosten geschaffen wurde: FinOps.
Dabei geht es darum, Tools und Methoden einzusetzen, um Kosten und bereitgestellten Nutzen der Cloud zu überwachen, zu messen und zu reduzieren.
„Die enormen Einsparungen, die der Wechsel von vorab getätigten CapEx-Investitionen in Informationstechnologie zu einem Abonnementmodell mit sich brachte, werden zunehmend unübersichtlich“, sagte Kleyman.
„Der Grund dafür sind steigende monatliche Rechnungen für Services, bei denen niemand weiß, wo und wann sie genutzt wurden. So entstanden neue technologische und betriebliche Disziplinen: FinOps.“
5. Robotik und Automatisierung
Es wird viel darüber gesprochen, dass Robotik und Automatisierung viele interne Aufgaben in Rechenzentren überflüssig machen werden. Vielleicht wird die Automatisierung einen Punkt erreichen, an dem jederzeit nur noch ein oder zwei Personen vor Ort Dienst tun müssen. Oder Roboter werden in der Lage sein, durch die Reihen zu fahren, Racks im Rechenzentrum zu warten und vielleicht sogar Server auszutauschen.
Laut dem „Bericht zum Zustand der Rechenzentren 2021“, „glauben mehr als 40 % der Befragten, dass Robotik und Automatisierung im Rechenzentrum eingesetzt werden. Das bedeutet, dass unsere Branche die Vorteile intelligenterer, autonomer Systeme für kleinere Aufgaben und verteilte Umgebungen erkennt. Diese Maschinen werden als menschenzentrierte Lösungen entwickelt. Sie sollen unsere Fähigkeiten erweitern und es Menschen ermöglichen, einen größeren Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen.“
Wenig Beachtung findet hingegen die Chance, die sich dadurch für Fachkräfte mit Kenntnissen in den Bereichen Rechenzentrumsbetrieb, Robotik und Automatisierung eröffnet. Menschen mit dieser Kombination von Fähigkeiten dürften zu besonders gefragten Fachkräften werden.
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